Der 22. August 1950 gilt als Gründungsdatum des Technischen Hilfswerkes, sein erster Direktor war Otto Lummitzsch. Bereits ein Jahr später griffen einige Berliner die Idee eines ehrenamtlichen zivilen Ordnungsdienstes auf und gründeten den Bezirksverband Kreuzberg-Neukölln am 30. September 1951.

Die Anfänge waren einfach und doch stark geprägt vom ehrenamtlichen Engagement seiner Mitglieder. Werkzeug und Fahrzeuge wurden von zu Hause mitgebracht und die Ausbildung fand auf dem Dachboden eines Mietshauses in der Kreuzberger Urbanstraße statt.

In den 70er Jahren etablierte sich das THW und damit auch der Bezirksverband Kreuzberg-Neukölln als starker Partner - nicht nur für die Bezirke, sondern auch als verlässliche Einsatzorganisation für die Berliner Feuerwehr.  

Der Fall der Mauer 1989 bringt einen Strukturwandel beim THW mit sich. An der Bezirksreform in Berlin orientiert sich auch das THW - aus dem Bezirksverband Kreuzberg-Neukölln wird der Ortsverband Neukölln. Aber auch das Einsatzgebiet vergrößert sich, die Bundesländer Brandenburg und Sachsen-Anhalt gehören nun zum Landesverband.

Das neue Jahrtausend bietet neue Herausforderungen. Mehrere Jahrhundertfluten an Oder, Elbe und anderen Flüssen fordern auch die Helferinnen und Helfer des THW Neukölln mit ihren Bergungsgruppen und den Fachgruppen Infrastruktur und Wassergefahren.

Vom Grundgedanken einer Zivil- und Bevölkerungsschutzorganisation entwickelt sich das THW über 60 Jahre zu einer modernen Einsatzorganisation bei Katastrophen und Unglücksfällen im Inland und humanitärer Hilfe im Ausland. Die Helferinnen und Helfer des Ortsverbandes Neukölln sind stolz darauf, ein Teil dieses Hilfeleistungssystems zu sein.