16 Neuköllner Helferinnen und Helfer übten die Suchkette. Gemäß Vorgabe des Übungsleiters stellten sie sich am Waldrand auf - in einer Reihe mit etwa sieben Metern Abstand. Die Gruppenführer gaben das Kommando zum Losgehen. Sie koordinierten auch, wenn Einsatzkräfte zu schnell waren, es Funde gab oder Gebäude erkundet werden mussten. Willy Wang war einer von ihnen: "Die größte Herausforderung war, mit allen Einsatzkräften halbwegs gerade durch das Unterholz zu kommen. Wir mussten ja sicherstellen, dass wir die gesamte Fläche durchsucht haben. Der Schnee hat das Laufen auf dem unebenen Gelände noch zusätzlich erschwert."
Die gleiche Aufgabe hatten zwei Helferinnen der JUH Potsdam-Mittelmark-Fläming. Sie brachten zwei Rettungshunde mit, die in der Flächensuche ausgebildet werden. Zusammen mit ihren Hundeführerinnen durchsuchten der Rüde und die Hündin nacheinander im Zickzack zwei etwa sieben Hektar große Waldstücke. Dabei versuchen die Hunde, die Witterung eines Menschen aufzunehmen. Im zweiten Gebiet waren sie erfolgreich und fanden eine der vermissten Frauen.
Auch Drohnen können bei der Personensuche helfen. Der Trupp "Unbemannte Luftfahrtsysteme" des THW Steglitz-Zehlendorf überprüfte eine Lichtung im Wald. Drohnenpiloten oder Drohnenpilotinnen arbeiten immer mit einer Einsatzkraft für die Luftraumbeobachtung und einer Einsatzkraft für die Bildauswertung zusammen. Per GPS können sie den Flug der Drohne überwachen und mit der Wärmebildkamera nach Menschen suchen. Wenn das Blätterdach allerdings zu dicht ist, kann die Wärmebildkamera nicht immer zuverlässig Daten liefern.
"Deshalb ist die Verknüpfung aller drei Suchmethoden sehr wichtig," meinte Übungsleiter Florian Knapp. "Es war spannend zu sehen, wie die Einsatzkräfte aus den verschiedenen Fachrichtungen zusammengearbeitet haben. So kann die Drohne aus der Luft die Suchkette überwachen und dem Zugführer melden, wenn zu große Lücken auftreten."
Mit vielen neuen Erkenntnissen und interessanten Eindrücken kehrten die Einsatzkräfte am Abend aus dem Schnee zurück.