18.02.2017, von Marc Dannenberg

Unterführer-Prüfung beim DRK

Samstag früh, 18. Februar 2017. Noch ist alles Dunkel und die meisten Leute schlafen, bevor sie aufstehen und in Ruhe ins Wochenende starten. Beim Technischen Hilfswerk im Ortsverband Neukölln brennt jedoch Licht. Verschlafene Gesichter tauchen auf, begrüßen sich, ziehen sich um und machen das Fahrzeug, den Gerätekraftwagen (oder kurz GKW) einsatzbereit.

Einsatzkräfte von THW und DRK üben gemeinsam. Quelle: Dennis Lloyd Brätsch

Wir sollen heute zusammen mit den Helfern des Ortsverbandes Treptow-Köpenick das Deutsche Rote Kreuz (DRK) bei der Abschlussprüfung ihrer Führungskräfte unterstützen. Teil der Abschlussprüfung wird ein Szenario sein, in dem die angehenden Gruppenführer ihr Gelerntes umsetzen sollen und die Führung und Organisation im Einsatz, sowie natürlich die Zusammenarbeit mit anderen Organisationen üben können.

Dazu verlegten wir auf das Polizei-Übungsgelände in Berlin- Spandau. Wir wurden vor Ort von den netten Kameraden des DRK mit einem Frühstück begrüßt und starteten so dann richtig in den Tag. Nachdem die angehenden Gruppenführer des DRK den schriftlichen Teil ihrer Prüfung hinter sich gebracht haben, ging es los. Jedem zu Prüfenden wurden Helfer zugeteilt.  Sie mussten das Gelände erkunden, überhaupt erstmal etwas zur genauen Lage herausfinden, dann die Verletzten sichten und je nach Verletzungsgrad in Kategorien einteilen. Danach ging es dann um den geeigneten Abtransport zur Unfallhilfsstelle, die die weitergehende Versorgung der Verletzten übernimmt, bis diese in die umliegenden Krankenhäuser verteilt werden können.

Vor besondere Schwierigkeiten wurden die Prüflinge bei der Rettung einiger Personen gestellt. Zum einen musste mittels Abseilgerät des THW eine Schachtrettung durchgeführt werden, bei der zuerst Einsatzkräfte zum Verletzen vordringen und dann je nach Verletzungslage entscheiden, wie die Person zu retten ist. Ein weiteres Szenario barg in sich, dass die Gaswarnmeldegeräte des DRK ausschlugen und sie sofort den Rückzug antreten mussten, bevor sie die verletzten Personen erreichten. So machten sich zwei Einsatztrupps des THW’s einsatzbereit und rüsteten sich mit Atemschutzgeräten und Rettungsmaterial aus. Ein Trupp, hier bestehend aus zwei Helfern, würde zu den Verletzten vordringen und sie retten. Der andere würde am Eingang des Gebäudes als Sicherungstrupp warten, um bei einem Notfall des ersten Trupps eingreifen zu können. Die Verletzten wurden dann außerhalb des vermeintlich gefährdeten Bereiches an die Kräfte des DRK übergeben. Nach der Rettung aller Geschädigten wurde zurückgebaut und es gab eine abschließende Besprechung.

Alles in allem war es wieder eine schöne Gelegenheit, die Zusammenarbeit der Organisationen zu beobachten und für die Zukunft weiter zu verbessern.


  • Einsatzkräfte von THW und DRK üben gemeinsam. Quelle: Dennis Lloyd Brätsch

  • Vor der praktischen Prüfung müssen die Führungskräfte Theoriefragen beantworten. Quelle: Dennis Lloyd Brätsch

  • THW-Helfer tragen eine verletzte Person im Schleifkorb die Treppe hinunter. Quelle: Dennis Lloyd Brätsch

  • Um das Einsatzgeschehen realistisch darzustellen, musste eine verletzte Person mit dem Höhenrettungsgerät aus einem Schacht gezogen werden. Quelle: Dennis Lloyd Brätsch

  • Weil gemäß Übungsszenario die Gaswarnmeldegeräte Alarm schlugen, waren die THW-Helfer an der Einsatzstelle mit Atemschutzgeräten unterwegs. Quelle: Dennis Lloyd Brätsch

  • Alle Rettungskräfte fassen mit an. Quelle: Dennis Lloyd Brätsch

  • Sanitäter des DRK kümmern sich an der Verletztensammelstelle um die Hilfsbedürftigen. Quelle: Dennis Lloyd Brätsch

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