22.04.2017, von Anja Villwock

Mauerwegmarsch der Bundeswehr-Reservisten startete beim THW Neukölln

Am 22. April 2017 färbte sich der Neuköllner THW-Ortsverband olivgrün. 150 Reservisten der Bundeswehr waren zum Mauerwegmarsch 2017 angereist, dessen Ausgangspunkt die THW-Unterkunft war. Der Marsch entlang des ehemaligen Berliner Mauerverlaufs dient der Überprüfung des Ausbildungsstandes auf dem Gebiet der zivil-militärischen Zusammenarbeit in Form eines Wettkampfs. Bei den Ergebnissen gab es dann eine Überraschung.

Oberstleutnant d.R. Ralph Erlmeier (li)eröffnet den 7. Mauerwegmarsch. Auch Dr. Fritz Felgentreu (re) spricht zu den Teilnehmern. Er ist als Mitglied des Bundestages auch im Sicherheits- und Verteidigungsausschuss tätig. Quelle: THW/ Anja Villwock

Veranstalter war die Landesgruppe Berlin des Verbandes der Deutschen Reservisten der Bundeswehr e.V. Elf Gruppen mit jeweils vier Mitgliedern hatten je nach Wahl einen Marsch von 12 oder 20 km vor sich. Besuch gab es von einem Team des ungarischen Militärs, zu dem eine Patenschaft mit dem Reservistenverband besteht. Außerdem war eine Gruppe der Deutsch-Französischen Brigade dabei. Auch je eine  Gast-Mannschaft vom THW Tempelhof-Schöneberg und Neukölln stellten sich der 12-km-Herausforderung.

Neben den THW-Mannschaften unterstützten 15 Helferinnen und Helfer des THW Neukölln die Veranstaltung. Die THW-Jugend baute Zelte für Übernachtungsgäste auf, die von Freitag bis Sonntag im Ortsverband blieben. Diese erhielten außerdem Frühstück und Abendbrot.  Zusätzlich bereitete die Küchen-Crew eine Gulaschsuppe vor, an der sich die Wettkampfteilnehmer nach dem Marsch stärken konnten.

Darüber hinaus betreuten THW-Helfer 3 von 14 Stationen, an denen die Mannschaften zusätzlich ihr Können unter Beweis stellen mussten. Gleich auf dem THW-Übungsgelände kletterten sie am Übungsturm hoch, gesichert mit Seil und Absturzsicherungsgurt. Im Kriechgang leisteten sie Erste Hilfe bei einem Verletzten und auf dem Teltowkanal galt es, eine Runde mit dem THW-Schlauchboot zu paddeln. Dann führte die Route am rechten und linken Ufer des Teltowkanals entlang Richtung Rudow. An der Strecke warteten weitere Prüfungsaufgaben auf sie, wie eine Lageskizze anfertigen, Sandsäcke stapeln, sich mit Hilfe von Landkarte und Kompass orientieren, den THW-Unimog mit einem Seil ziehen, Feuer entzünden, eine Pumpenstrecke zur Brandbekämpfung aufbauen und einen Hindernisparcours mit Krankentragen bewältigen.

Nach der 12-km-Wegstrecke freuten sich die THW-Kameraden aus Tempelhof Schöneberg: „Schön, dass wir es geschafft haben“. Die Überraschung war allerdings groß, als sie den ersten Platz bei der „Kurzstrecke“ belegten und den Pokal entgegennehmen konnten. Auch die Leistung der Neuköllner THW-Helferinnen und Helfer konnte sich sehen lassen. Sie erreichten den 2. Platz.

Der Mauermarsch diente nicht nur der Kameradschaftspflege der Bundeswehr-Reservisten. Die Stationsaufgaben spiegelten Einsatzgebiete wider, für die die Bundeswehr auch im Inland eingesetzt werden könnte: im Katastrophenfall, bei Großschadenslagen und im Rahmen der Technischen Amtshilfe. So diente das Treffen auch dem Austausch zwischen THW und Bundeswehr, die im Katastrophenfall Hand in Hand arbeiten könnten.


  • Oberstleutnant d.R. Ralph Erlmeier (li)eröffnet den 7. Mauerwegmarsch. Auch Dr. Fritz Felgentreu (re) spricht zu den Teilnehmern. Er ist als Mitglied des Bundestages auch im Sicherheits- und Verteidigungsausschuss tätig. Quelle: THW/ Anja Villwock

  • Das reichhaltige Frühstück beim THW ermöglicht einen guten Start in den Wettkampftag. Quelle: THW/ Anja Villwock

  • Die Küchen-Crew des Ortsverbandes Neukölln kümmert sich um die Verpflegung der Teilnehmer. Quelle: THW/ Anja Villwock

  • An 14 Stationen müssen die Teilnehmer zusätzliche Aufgaben absolvieren. Bewertet werden die Gesamtzeit und die erreichten Punkte bei den einzelnen Übungsstationen. Quelle: THW/ Anja Villwock

  • Ein Verletzter muss versorgt werden. Die ungarischen Kameraden leisten Erste Hilfe. Quelle: THW/ Anja Villwock

  • Paddeln mit dem THW-Schlauchboot gehört auch zu den Aufgaben. Quelle: THW/ Anja Villwock

  • An einer der Stationen zeichnen die THW-Kameraden eine Lageskizze. Quelle: THW/ Anja Villwock

  • Im Sandsack-Stapeln kennen sich die THW-Kameraden aus Tempelhof-Schöneberg gut aus. Quelle: THW/ Dietmar Hinz

  • Zu den Stationsaufgaben gehört auch das Ziehen des THW-Unimogs. Quelle: HptFw Thomas Knop

  • Die THW-Kameraden aus Tempelhof-Schöneberg (li) und aus Neukölln (re) freuen sich über den 1. und 2. Platz in der 12-km-Wertung. Quelle: THW/ Anja Villwock

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