Sebastian Schreiber, Gruppenführer Ortung aus Spandau, startete am Morgen mit theoretischen Grundlagen zu den fünf Phasen der Bergung sowie den Einsatzmöglichkeiten von Drohnen und beim Retten von Personen.
Um 13:00 Uhr verlegten die Helferinnen und Helfer von der Spandauer Unterkunft zum Ortsverband Neukölln. Das Einsatzszenario umfasste eine Personensuche von fünf Vermissten, die sich im Sperrbereich einer Bombenentschärfung befanden.
In der THW-Unterkunft erkundeten die Einsatzkräfte unzugängliche Räume mit der Kamera, stützten Decken ab und bargen einen Toten aus einem Kriechgang. Die Ortungshelfer unterstützten dabei die Bergungsgruppe mit der 360-Grad-Kamera. Sie stellten ein Livebild für den Gruppenführer bereit, während sich sein Trupp durch den Kriechgang arbeitete.
Währenddessen konnte der zweite Ortungs-Trupp auf dem Übungsgelände eine Person retten und der Trupp UL stellte ein Lagebild des Geländes für die Einsatzleitung her. Als letzten Teil der Übung retteten die THW-Kräfte noch eine Person von einem Turm über eine schiefe Ebene. Danach übergaben die Einsatzkräfte die Einsatzstelle an nachrückende Kräfte.
Willy Wang, Übungsleiter und Gruppenführer der Neuköllner Ortung, freute sich über die guten Ergebnisse: „Damit im Einsatzfall die Zusammenarbeit der THW-Kräfte reibungslos läuft, sind die gemeinsamen Übungen besonders wichtig. Hilfreich ist dabei auch die Nachbesprechung und teambildend das gemeinsame Grillen als Ausklang.“